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Forschungen eines Hundes

Forschungen eines Hundes nach Kafka, © Bettina Frenzel, 2007

2007/2008  Forschungen eines Hundes nach Franz Kafka. Eine Produktion von THEATER TANTO.

Idee, Regie und musikalische Leitung: Susanna Tabaka-Pillhofer.   

 

Premiere: Klangforum Wien (2007) Wiederaufnahme: Jugendstiltheater, Wien (2008)

Tournee: UNIDRAM-Festival Theaterszene Europa, Köln (DEU) (2008)

Ein alternder Hund, ein Wissenschaftler, räsoniert in seitenlangen, äußerst komischen Ausführungen über sein vergangenes Forscherleben, das um eine einzige absurde Frage kreiste: „Woher nimmt die Erde die Nahrung?“

Kafka läßt seinen Hund die ausuferndsten geistigen und experimentellen Verrenkungen und Beobachtungen unternehmen, um seiner absurden Frage nachzugehen. Hannah Arendt: „Die uralte Furcht, daß unsere Sinne, also die Organe, die uns Wirklichkeit vermitteln, uns betrügen könnten – Kafka hat sie inszeniert. Doch er legt dem Leser das groteske Modell eines Hundeverstandes vor, neben dem die Probleme des Menschenverstandes wie eine harmlose Nachahmung anmuten.

Da keine Wirklichkeit gleichsam mildernd der Konstruktion im Wege steht, können die einzelnen Elemente die ihnen innewohnende komisch-gigantische Größe annehmen. Diese überaus kühne Umkehrung von Vorbild und Nachahmung, in der das Gedichtete plötzlich als Vorbild und die Realität als zur Rechenschaft gezogene Nachahmung erscheint, ist eine der wesentlichen Quellen Kafkaschen Humors.“

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