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Untergrund

Ensemble: Anne Frütel, Jan Tabaka, Susanna Tabaka-Pillhofer, Anne Wiederhold

Idee, Regie und musikalische Leitung: Susanna Tabaka-Pillhofer

Künstlerische Mitarbeit, Licht: Ole Georg Graf

Bühnenbild/Realisation: Maren Greinke

Premiere: 13. März 2006, KUNSTHALLE videolounge, MuseumsQuartier Wien


Aufführungen

  • k/haus, Plastikersaal, Wien

  • KUNSTHALLE videolounge, MuseumsQuartier Wien

  • Brick 5, Wien

  • International Festival for Experimental Theatre, Kairo (Ägypten)

  • Meteorit International Art Festival, Kolarovo/SK

  • SPECTRUM-Festival, Villach (A)

  • Stiftung Märtplatz, Rorbas/Zürich (CH)

  • Atelier A, Schaffhausen (CH)

"Der Mythos von Aum ist eine ziemlich krude, fast lächerliche Geschichte. [...]. Aber hatten wir denn eine Geschichte anzubieten, die die Kraft besaß, Asaharas absurde Geschichte zu besiegen?" (Haruki Murakami)

 

Weshalb ist eine 'freundliche Übernahme' des Sozialen durch Esoterik, Fundamentalismus und Terror so einfach geworden?

Das THEATER TANTO bearbeitet in 'Untergrund' einen dokumentarisch-gesellschaftsanalytischen Kontext, vermittels seiner hoch energetischen, musikalisch-körperlichen Theatersprache.

Soziologische und kulturwissenschaftliche Texte, sowie Haruki Murakamis Interviews mit Opfern und Tätern des Giftgasanschlags der Aum-Sekte auf die Tokioter U-Bahn 1995, bildeten den Ausgangspunkt der Produktion. Japan wird dabei nicht als exotisch-fremdes Land begriffen, sondern als Modell/Projektion, in der sich bestimmte Züge unserer eigenen Gesellschaft verstärkt abzeichnen. Es sollte doch einst "der Kapitalismus der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen und Unruhen, auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort gaben" (Walter Benjamin) dienen?

Zu den Besonderheiten der Aufführungen gehört das Bespielen von realen Räumen, wobei das Stück für den jeweiligen Raum adaptiert wird.

Pressestimmen

"Wie alle Schöpfungen von Theater Tanto wurzelt auch dieses bezaubernde, komplexe musical/physical-Theaterstück im Geist der Musik und erweist sich als eine zutiefst bewegende und geistig erhebende Theaterkomposition. Und die Tatsache, dass Untergrund allen bekannten Definitionen von Theater wiedersteht, macht es noch umso faszinierender."
Nehad Selaiha, Al-Ahram, Cairo, 23.09.2006

"Die Schauspieler spielen selber Musikinstrumente, Musik und Bewegung bilden eine eigene Sprache zur Beschreibung des Anschlags. …Die Schauspieler agieren mit höchster Energie, und ihre akrobatische Performance überzeugt durch hochgradig geübte Künstler, nicht nur in schauspielerischer Hinsicht, sondern auch in musikalischer und tänzerischer."
Ihaab Shaarawy, Egyptian Gazette, 14.09.06